irritiert

Doch, der Tag hat mich etwas irritiert zurück gelassen. Obgleich das eigentlich untertrieben ist: etwas irritiert. In Wirklichkeit ist so etwas wie echtes Verstörtsein zurückgeblieben – ein unglaubliches Erstaunen über eine Aussage, die mir heute begegnet ist: Planung hin auf Termine können wir gar nicht machen

Warum? Weil immer alles anders kommt, als wir es planen. Das ist die Antwort. Die allerdings schlechte Antwort darauf. Ich verstehe ja, dass es Bereiche gibt, die nicht wirklich planen können, weil der Gegenstand ihrer Arbeit das Unplanbare ist, der einlaufende Incident, das auftauchende Problem…

Aber das Insistieren auf Planung, das Deliver in Time damit komplett zu verwerfen – das ist doch entweder die Kapitulation vor der Aufgabe, etwas vernünftig zu organisieren, oder der explizite Wille, sich nicht verbindlich festlegen zu wollen. Planung nämlich schafft Verbindlichkeit – und die schränkt Willkür ein.

Wo ich mit der Aussage konfrontiert wurde? Dazu sag ich jetzt mal nichts. Nur soviel, dass in dem Kontext, in dem sie getätigt wurde, man eigentlich die durchgängig knallharte Durchplanung und Terminierung von Aufgaben erwarten würde. Und das hinterlässt bei mir halt Irritation – oder richtiger: Verstörtsein.