ein trauriger sommer

Ende Juni. Ich schleiche zur Haltestelle. Etwas lustlos. Es ist kalt und es regnet. Kein warmer Sommerregen, eher einer, der an Herbst, ja fast schon an November erinnert. Und so bin ich auch angezogen. Und ich frage mich, ob mir allein so kalt ist.

Angekommen an der Haltestelle kehrt sich mein leiser Selbstzweifel aber wieder in Gewissheit: es ist zu kalt. Das ist nicht nur mein Eindruck, sondern traurige Realität. Da stehen alle in Jacken gehüllt und warten missmutig auf die Bahn. Ein wahrlich trauriger Sommer.