sommerabend

Der bislang heißeste Tag des Jahres. Es ist mir heute schwer gefallen, konzentriert und produktiv zu arbeiten. Also auch immer wieder fälligen Kleinkram erledigen und dann abends ein schön kaltes Kölsch trinken. In aller Ruhe, ohne Zeitdruck und einen Anflug von Glück spüren. Ein richtig schöner Sommerabend.

friseur

Hatte heute einen Termin. Einen Friseur-Termin. Und das ist immer wieder interessant und unterhaltsam und prickelnd – und nicht zuletzt dann auch überraschend…

Prickelnd und überraschend, weil man ja vorher nie weiß, wie man danach aussieht. Also, jedenfalls nicht immer so ganz genau. Zwar bin ich so richtigen Katastrophen ja bisher entgangen – aber ich erinnere mich an Situationen, in denen ich, vor dem Spiegel sitzend und meine Brille wieder tragend, nach dem Schneiden dachte: Heute wäre ich wohl besser nicht hingegangen.  Aber eben auch das nahezu umgekehrte: Wäre ich doch schon früher hingegangen. Wie auch immer. Heute dachte ich jedenfalls das letztere…

Interessant und unterhaltsam aber auch, weil man doch so manches Gespräch mithört. Klatsch und Unsinniges und Belangloses und FC. Und Leute, denen man ansehen kann, dass sie enttäuscht oder zufrieden in den Spiegel sehen und man dann merkt, dass auch andere Menschen mit ähnlichen Gefühlen wie die eigenen zum Friseur gehen.

höchste zeit

Es wird höchste Zeit für Urlaub. Zeit für Abschalten, Distanz und Wiederaufladen. Zeit für Neues und neue Eindrücke, für neu belebendes jenseits des täglichen Erfahrungshorizonts. Distanz herstellen, um wieder Interesse und Motivation aufbauen zu können. Ideen ruhen lassen, um ihnen die Zeit zu reifen zu geben. Nun gut – nicht mehr lange hin…

wieder gespielt

Auslöser war der Podcast von Tim Pritlove und Felix Vogel zu Nethack. Hatte ich in den vergangenen Tagen gehört und seitdem hatte sich eine enorme Lust angesammelt, das Spiel mal wieder zu spielen…

Ich bin kein Gamer – aber Nethack gehört zu den Spielen, die ich mehr oder weniger intensiv gespielt habe und bei denen ich mich schon mal ziemlich vergessen konnte und stundenlang spielte. Der Podcast jedenfalls bringt davon einiges ziemlich gut rüber…

ein trauriger sommer

Ende Juni. Ich schleiche zur Haltestelle. Etwas lustlos. Es ist kalt und es regnet. Kein warmer Sommerregen, eher einer, der an Herbst, ja fast schon an November erinnert. Und so bin ich auch angezogen. Und ich frage mich, ob mir allein so kalt ist.

Angekommen an der Haltestelle kehrt sich mein leiser Selbstzweifel aber wieder in Gewissheit: es ist zu kalt. Das ist nicht nur mein Eindruck, sondern traurige Realität. Da stehen alle in Jacken gehüllt und warten missmutig auf die Bahn. Ein wahrlich trauriger Sommer.

bestätigt

Nicht immer ist Bestätigung positiv. Wenig Erwartungen an etwas zu haben und diese Erwartung bestätigt zu finden – das kann ganz schön frusten… Und schlimmer noch, zu wissen, das diese Erfahrung sich morgen wiederholen wird.

Sorry, war halt kein guter Tag und es steht morgen wieder einer bevor, der nicht besser laufen wird. Wie gesagt – das kann frusten.

ja, das frustet…

Das allerfrustrierendste im Leben ist vielleicht die Erkenntnis, dass jeder Tag, jede Woche, jeder Monat, ja, jedes Jahr sogar – und auch das ganze Leben zu kurz ist, um auch nur einen Bruchteil der wichtigen, guten, interessanten Dinge mitzubekommen. Geschweige denn, sie zu erleben oder zu tun…

Was alles möchte man tun, erleben, beginnen? Und was kann man davon erreichen oder schaffen? Ja, wenig. Also muss man auswählen, sich fokussieren. Nur so bleibt die Möglichkeit, wenigstens etwas davon zu erreichen. Wer zuviel will, der verliert sich in nichts wirklich erreichen zu können.

so soll es sein…

…aber wird wohl nicht so bleiben. Sagt zumindest die Wettervorhersage…

Köln von der Südbrücke aus gesehen...

Gut, dass die sich auch irren können. Und ein wenig Hoffnung bleibt, dass die Voraussage sich als ein Irrtum erweisen wird an diesem frühlingshaften Tag schon in der zweiten Hälfte des Mai. Wie auch immer: erstmal das was ist genießen – und dann weiter sehen.