no – no bug report please

So kann das auch gehen mit einem Bug Report. Da wird eine Entstellung entfernt (die Transparenz des Gnome Terminals), ein Benutzer meldet das als einen Bug, bittet um einen Fix und erhält die Antwort: No…

So kann das schon mal gehen, aber das Gnome Projekt darf sich nicht wundern, wenn es so seine Benutzer langsam verärgert.

seltsamkeit

Es wirkt auf mich immer sehr seltsam, wenn ich Artikel über Produktivität und Kreativität lese, in denen die verschiedenen Autoren ihre Patentrezepte verraten, um über die Jahre produktiv und kreativ zu bleiben…

Da kommen dann ganz viele verschiedene Einflüsse, Voraussetzungen und Kniffe zusammen: viel Schlaf bei dem einen, wenig Schlaf und früh aufstehen bei dem anderen, heiß duschen oder auch kalt duschen, Sport treiben und was alles sonst noch. Interessanterweise die verschiedensten und auch die widersprüchlichsten Empfehlungen – aber das eigentlich ist gar nicht das wichtigste.

Wichtiger eigentlich die Selbstverständlichkeit, mit der jemand sich dahin stellt und von seiner eigenen Produktivität und Kreativität berichtet. OK, Produktivität mag ja noch an sich selbst einigermaßen festzustellen sein – obgleich ich da manches mal auch den Verdacht habe, als werde da Quantität mit Produktivität verwechselt. Kreativität allerdings an sich selbst beobachten mag dann doch deutlich schwieriger sein. Und auch dabei habe ich oftmals den starken Verdacht, dass das eher quantifizierend gemeint ist: wie der Autor, der sich Kreativität unterstellt weil er jahrelang mehr oder weniger kontinuierlich veröffentlich hat…

Aber auch das ist eigentlich nebensächlich. Das Seltsame daran ist eigentlich das Selbstbewusstsein, das sich in derartigen Artikeln und den darin implizierten Annahmen ausdrückt. Sich über die eigene als gegeben angenommene Kreativität und Produktivität derart selbstverständlich auszulassen, sie derart als gegeben hinzunehmen – vielleicht ist das einer der Schlüssel zu Produktivität und Kreativität.

keep it alive…

Da ist sie jetzt also: die Alternative von Google zu EvernoteGoogle Keep. Nachdem die jetzt Reader einstellen wollen, hat man ja wohl Kapazitäten frei, mal wieder was anderes, sinnvolles zu machen…

Google Keep – alles notieren....

Ob das dann aber wirklich so sinnvoll ist? Hier kann man dazu auch was sinnvolles lesen:

Zum einen gibt es für Google Keep momentan nur eine gruselig bunte Android- sowie Web-Anwendung und zum anderen wäre es nicht das erste Mal, dass Google über Nacht auch recht erfolgreiche Dienste einfach einstellt. Also wieso ‘umziehen’, ein Risiko eingehen, Stress heraufbeschwören und Google noch mehr private Daten schenken, wenn sich Evernote über Jahre hinweg auf allen Plattformen mehr als bewährt hat.

Dem ist soweit nichts hinzuzufügen. Aber vielleicht lebt das ja gar nicht so lange, dass man sich da Gedanken drum machen muss.

schlimme tage

Es ist Samstag. Ein Samstag schon in der zweiten Hälfte des Monats März. Und immer noch verdammt kalt und ungemütlich draußen. Winter halt noch. Zwar soll es wärmer werden in den nächsten Tagen – aber so eine richtige Perspektive tut sich noch nicht auf: der Frühling, so wie man den sich vorstellt, sonnig, mit milden Temperaturen und gut gelaunten Menschen, der läßt noch auf sich warten…

Ich bin zur Zeit selbst im Recovery-Modus. Will sagen: ich erhole mich so langsam von einer richtigen miesen Grippe. Seit zwei Tagen geh ich jetzt wieder arbeiten, aber es ist in der Tat eingetreten, was der Arzt mir vorhersagte: das dauert noch eine Weile. Und so fühlte ich mich auch zumindest gestern Abend: kaputt, erschöpft und krank. Ist dann zum Glück über Nacht wieder besser geworden – aber so richtig gesund und wohl fühlen fühlt sich doch anders an…

Also immer noch etwas angeschlagen von der hartnäckigen Erkrankung, immer noch mitgenommen von der Verlängerung des Winters ins scheinbar Unendliche. Und dann Samstag Abend. Keine rechte Lust mehr, weiter zu schreiben, lesen möchte ich jetzt auch nicht so richtig, also mal mit Fernsehen versuchen. Und obgleich ich es ja weiß, ist der Samstag ein ganz schlechter Tag, was Gutes erwarten zu dürfen. Und schon wieder ärgere ich mich auch darüber, das ich ja jetzt einen Beitrag zahlen darf, so als ob ich freiwillig diesem Verein beigetreten sei, der diesen Beitrag erhebt. Bin ich aber nicht und der Beitrag ist ein Zwangsbeitrag. Auf jeden Fall ist mir das Angebotene den Beitrag nicht wert. Schlimme Tage also. Es wird jetzt wenigstens Zeit für den Frühling…

warum immer wir?

Ich hab ja eine richtige Vergangenheit als Unix Sysadmin. Was wir heute so rumstehen sehen im RZ ist zwar nur noch Linux – mal ne große Träne für all die tollen OSse, die von dem Pinguin des Preises wegen kaputt gemacht wurden –, aber eins hat sich im Lauf all der Jahre nicht geändert: du bekommst den Anruf, wenn irgendwas nicht klappt…

So auch heute Abend. Da gibt es Probleme mit einer Applikation – der Informatica DTM Server antwortet nicht – und wer wird angerufen? Nein, nicht die Applikationsleute, sondern die OS Leute. Die Applikation läuft auf Linux, also die Linux Leute anrufen – das ist offenbar nicht aus den Köpfen der Leute rauszukriegen. Scheint ja wirklich sowas wie ein archaischer Reflex zu sein…

technische unzulänglichkeit

Na, das passt ja. Hätte mich auch überrascht heute. Auf dem Weg nach Brüssel hatte der ICE heute Morgen schon Verspätung. OK, zehn Minuten sind jetzt nicht so ganz viel – aber immerhin Verspätung. Man wird ja generös mit der Zeit. Und alles, was dann ein paar Minuten nicht überschreitet wird dann schon als normal angesehen.

In Brüssel Süd – also Midi – fuhr der Zug dann auch pünktlich ab. Pünktlich von dem Bahnhof, von dem er auch abfahren sollte. Und nicht von einem anderen – also Nord – , was wir auch schon erlebt haben. Alle happy, alle zuversichtlich, dass man dann pünktlich zurück in Köln sein werde. Ich freute mich schon auf ein kühles Bier Zuhause…

Und dann die Mitteilung: wegen einer technischen Störung – ich hatte zuerst technische Unzulänglichkeit verstanden – wird der Zug umgeleitet und wir werden erst gegen zwanzig Uhr Aachen erreichen. Uups. Zu früh gefreut. Zwanzig Uhr Aachen. Und zwanzig Uhr fünfzehn hatten wir eigentlich in Köln sein sollen. Das heißt ja mal wieder Verspätung. Enorme Verspätung. Einen Moment bin ich richtig sauer. Dann schreibe ich diesen Artikel hier und freue mich erst recht auf das kühle Bier in Köln.

ein wenig absurd

Meine Twitter Timeline ist voll von Tweets der Piraten. Verstärkt seit dem letzten Wochenende, dem Tag der Wahlpleite in Niedersachsen. Mehr Transparenz, mehr Information – das ist die Devise, die man offensichtlich ausgegeben hat…

Mag ja richtig sein. Absurd aber ist es anzunehmen, dass Twitter dafür das richtige Medium ist. Verstärkte Aktivitäten da erreichen doch eh nur die Leute, die als Stammwählerschaft, als ganz harter Kern der Partei angesehen werden dürfen. Damit wird kein einziger Wähler dazu gewonnen und keine einzige der verlorenen Stimmen zurückerobert.

Insgesamt aber scheint eines der Probleme der Partei in solchen Aktionen durchzuscheinen.