fragmentierung

Niemand will sie – Fragmentierung. Apple zeigt, wie wenig fragmentiert die iOS Landschaft ist, Google bekommt immer wieder gezeigt, wie fragmentiert die Android Landschaft ist…

Also: Fragmentierung ist was Negatives. Und wer weniger fragmentiert ist, der bekommt einen Pluspunkt. Da ist ja auch was dran. Aber schlimmer als diese Fragmentierung scheint mir die immer weiter zunehmende Fragmentierung der Kommunikations-Kanäle zu sein. Was früher ganz einfach mal IRC war, das zerfällt heute in Messaging Dienste, die uns Apple, Google, Twitter, Microsoft, Facebook, WhatsApp und Wer oder Was auch immer uns zur Verfügung stellen. Und das nicht mit zunehmender Kompatibilität of wenigstens möglichen Übergängen in andere Systeme, sondern zunehmend proprietär – so wie Google den Jabber Support in Talk eingestellt hat und die Leute an ihre Hangouts und Google+ binden möchte. Fragmentierung der Kommunikation – das sind Schritte weg von dem einstigen Versprechen des Internets, dass die globale Kommunikation sehr viel einfacher möglich sein werde.

ein wenig absurd

Meine Twitter Timeline ist voll von Tweets der Piraten. Verstärkt seit dem letzten Wochenende, dem Tag der Wahlpleite in Niedersachsen. Mehr Transparenz, mehr Information – das ist die Devise, die man offensichtlich ausgegeben hat…

Mag ja richtig sein. Absurd aber ist es anzunehmen, dass Twitter dafür das richtige Medium ist. Verstärkte Aktivitäten da erreichen doch eh nur die Leute, die als Stammwählerschaft, als ganz harter Kern der Partei angesehen werden dürfen. Damit wird kein einziger Wähler dazu gewonnen und keine einzige der verlorenen Stimmen zurückerobert.

Insgesamt aber scheint eines der Probleme der Partei in solchen Aktionen durchzuscheinen.

geschlossenes system

Egal was ich an Services im Netz nutze, sei es Readmill, Spotify, iTunes und Was auch immer, es stehen immer Schnittstellen zu Twitter, Facebook und ein paar anderen Diensten zur Verfügung. Einzig für Google+ fehlen die. So, als ob Google sich abschirmen möchte gegen alles, was von außen in ein geschlossenes Ökosystem Google eindringen könnte. Man liebt die Rolle des Sammlers, des Konzentrators – aber man mag sich nicht die Rolle des Status Reporters anziehen, selbst mit Google+ nicht.

lesen im letzten jahr

Ich bei Readmill...

Seit einem Jahr habe ich jetzt einen Readmill Account. Und seit einem Jahr habe ich jetzt – bis auf wenige Ausnahmen – nur noch eBooks gelesen. Gelesen auf Kindle, der Readmill App oder auch über iBooks…

Nein, ich vermisse nichts dabei. Ich weiß – eine mehr oder weniger lebhafte und auch mehr oder weniger ernsthafte Diskussion entzündet sich regelmäßig an der Frage eBook. Eines der beliebtesten Argumente: die fehlende Haptik. Kommt jedesmal, garantiert. Kann ich schon bald nicht mehr hören, weil der Begriff angesichts der heutigen Qualität der Bücher im Massensegment völlig sinnentleert da steht. Und auch historisch ist ja kaum auszumachen, gegen welches Material denn jetzt das angemessene taktile Gefühl entwickelt wird. Ist aber auch gleich. Ich jedenfalls komme sehr gut mit meinen eBooks zurecht, schätze die erweiterten Funktionalitäten der Reader und Apps und habe durchaus auch ein haptisches, taktiles und optisches Highlight, wenn ich an meinem iPad, aber auch an meinem Kindle lese.

 

empfehlungen

Was eigentlich habe ich getan? Was geschrieben? In welchen Kreisen und Gruppen habe ich mich bewegt? Muss ja ziemlich schlimm sein, also das Bild, das ich hinterlasse irgendwo in der Logik sozialer Netzwerke, wenn schon angenommen wird, dass sich diese Empfehlung lohnen könnte.


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angekommen…

Ich habe lange gezögert. Wollte erst nicht. Dann mal ausprobieren. Und jetzt ist es soweit. Ich bin angekommen auf App,Net

Ich bin der aktuellen Form der sozialen Netzwerke etwas überdrüssig: immer mehr Werbung auf Facebook mit immer mehr rein nichts sagenden Postings und Bildern, Google+ zwar noch werbefrei, aber zur Zeit eher ein Forenersatz für diverse Medien Unternehmen und Twitter – mir eigentlich noch das sympathischste der sozialen Netzwerke – muss auch Geld verdienen, blendet immer mehr sponsored Kram ein macht seine API immer mehr zu. Was also tun? Gedacht und gemacht: 36 $ für ein Jahr App.Net. Kann man verkraften – auch, wenn’s dann nichts wird. Ich bin gespannt und freue mich auf ein neues Experiment…