unzufriedenheit

Doch, es macht sich Unzufriedenheit breit. Die letzten beiden Wochen laufen nicht besonders gut – weder beruflich, noch privat.

Insgesamt herrscht ein Gefühl von Getrieben-Sein vor, ein Gefühl, das ich noch nie mochte und das mich immer in Unzufriedenheit und Frust zurückläßt. Das schlimmste: dass das wohl auch noch mindestens zwei Wochen so weiter geht. Dann ist erst mal Aufatmen angesagt – und die Frage: Wie weiter?

fragmentierung

Niemand will sie – Fragmentierung. Apple zeigt, wie wenig fragmentiert die iOS Landschaft ist, Google bekommt immer wieder gezeigt, wie fragmentiert die Android Landschaft ist…

Also: Fragmentierung ist was Negatives. Und wer weniger fragmentiert ist, der bekommt einen Pluspunkt. Da ist ja auch was dran. Aber schlimmer als diese Fragmentierung scheint mir die immer weiter zunehmende Fragmentierung der Kommunikations-Kanäle zu sein. Was früher ganz einfach mal IRC war, das zerfällt heute in Messaging Dienste, die uns Apple, Google, Twitter, Microsoft, Facebook, WhatsApp und Wer oder Was auch immer uns zur Verfügung stellen. Und das nicht mit zunehmender Kompatibilität of wenigstens möglichen Übergängen in andere Systeme, sondern zunehmend proprietär – so wie Google den Jabber Support in Talk eingestellt hat und die Leute an ihre Hangouts und Google+ binden möchte. Fragmentierung der Kommunikation – das sind Schritte weg von dem einstigen Versprechen des Internets, dass die globale Kommunikation sehr viel einfacher möglich sein werde.

upgedated…

Upgedated – erst vor Minuten meine WordPress Blogs, täglich irgendwelche anderen Systeme und Apps. Alles funktioniert. Wie es erwartet werden kann…

Warum nur funktioniert das nicht überall so? Frage ich mich nach zwei Tagen Patch Aktivitäten gegen eine Umgebung mit sehr heterogenen Elementen. Aber vielleicht ist genau das der Grund?

bestätigt

Nicht immer ist Bestätigung positiv. Wenig Erwartungen an etwas zu haben und diese Erwartung bestätigt zu finden – das kann ganz schön frusten… Und schlimmer noch, zu wissen, das diese Erfahrung sich morgen wiederholen wird.

Sorry, war halt kein guter Tag und es steht morgen wieder einer bevor, der nicht besser laufen wird. Wie gesagt – das kann frusten.

metamorphosen

Das Wetter treibt manche Metamorphose voran. Ich kann das zur Zeit jeden Morgen an der Haltestelle beobachten..

Der Sonnyboy im Strandlook, der da links neben mir sitzt, erweist sich bei genauerem Hinsehen als der finstere Rapper, der noch vor wenigen Tagen – immerhin auch schon nicht mehr kalt – mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze und finsteren Blick an der Haltestelle wartete…

neuland, oder vielleicht doch nicht…

Ein Aufschrei namens #neuland ging heute durch Twitter. Kanzlerin Merkel hat das Internet als Neuland für uns alle bezeichnet…

Das Internet ist für uns alle Neuland.

Na ja, was dann darauf auf Twitter los war, kann man sich denken. Und sofort sind natürlich auch die da, die sie in Schutz nehmen gegen das Spießer-Netz, wie die Süddeutsche Zeitung titelt und uns nach zwanzig Jahren Internet immer noch einreden möchte, dass die allermeisten Menschen sich da erst herantasten. Ein Spießer lässt sich da in gewohnter Verstehermanier über eine Rückständigkeit aus, die vielleicht am Stammtisch in irgendeinem Kuhdorf ihren Platz haben könnte – aber auf keinen Fall auf einer politischen Ebene, wie sie durch Frau Merkel repräsentiert wird und die sich seit einiger Zeit ja schon in Sachen Netzpolitik versucht…

Zukunft ist Neuland für uns – nicht aber etwas , das wir seit mindestens zwei Jahrzehnten kennen, in dem wir uns bewegen und das wir nutzen. Da haben Leute was verpennt – und sollten sich so schnell wie möglich darum kümmern, diese Lücke zu schließen.

der kleine grosse unterschied

Ein wirklich enormer Unterschied. Das, was noch vor zehn, sagen wir fünfzehn Jahren möglich war und das was heute möglich ist…

Ich habe im Jahr 2000 meinen Job gewechselt in ein Unternehmen hinein, in dem ein Geschäftsführer zu Linux gesagt haben soll, dass ihm ein solches Mickey Mouse Betriebssystem gar nicht ins Haus käme. Heute ist dort jedes Unix verbannt und neben dem obligatorischen IBM Mainframe und den obligatorischen Windows Servern laufen rund 1500 Linux Maschinen. Der damalige Geschäftsführer ist übrigens nicht mehr im Unternehmen.

Wäre das heute noch denkbar? Noch machbar? Ich befürchte: Nein. Die Veränderungsbereitschaft großer Unternehmen tendiert immer mehr gegen Null…

scnr

Ich konnte nicht widerstehen. Da Maverick ja noch nicht da ist, dann wenigstens mittels Hintergrund etwas so aussehen lassen. Und siehe da…

Mavericks Hintergrund ... in einem Ubuntu

…ein einfacher Hintergrund läßt auch ein Ubuntu deutlich besser aussehen.

ja, das frustet…

Das allerfrustrierendste im Leben ist vielleicht die Erkenntnis, dass jeder Tag, jede Woche, jeder Monat, ja, jedes Jahr sogar – und auch das ganze Leben zu kurz ist, um auch nur einen Bruchteil der wichtigen, guten, interessanten Dinge mitzubekommen. Geschweige denn, sie zu erleben oder zu tun…

Was alles möchte man tun, erleben, beginnen? Und was kann man davon erreichen oder schaffen? Ja, wenig. Also muss man auswählen, sich fokussieren. Nur so bleibt die Möglichkeit, wenigstens etwas davon zu erreichen. Wer zuviel will, der verliert sich in nichts wirklich erreichen zu können.

bahnerlebnisse

So ab und zu passieren ja immer wieder seltsame Dinge. Wie heute Morgen etwa in der Bahn auf meinem Weg zur Arbeit. Ich hörte gerade in einen Technik Podcast rein, in dem es um die Steuerung von Devices – welche auch immer – durch Sprache ging. Siri, Google Now und was da in Zukunft an möglicherweise wirklich funktionierenden Lösungen noch kommen könnte…

Ich schaute um mich herum, sah unzählige Leute die Touchscreens oder Tastaturen ihrer Smartphones und Handys bedienen – und stellte mir dann vor, wie all diese Leute jetzt mit ihren Devices sprechen würden um sie zu steueren. „Telefon, bitte eine SMS schreiben…“. Und das massenhaft und wild durcheinander. Hat mir sehr gut gefallen, die Vorstellung. Und hat meinen Tag gut beginnen lassen.

War aber noch nicht alles. An diesem Montag wollte der Morgen mich wohl verwöhnen – und damit versöhnen mit dem unerbittlichen Wochenanfang. Kaum hatte sich das innerliche Loslachen über die Vorstellung im Chaos versinkender Sprachsteuerung gelegt, da kam ein neues Highlight in Form eines älteren Herrn auf mich zu. An der Haltestelle eingestiegen, sehr korrekt gekleidet, also zumindest was die Hose mit scharfer Bügelfalte betraf, die klassischen, polierten Halbschuhe, die korrekt gebundene Krawatte, kam er auf mich zu und steuerte den Platz mir gegenüber an. Unter dem Arm eine schwarze Laptoptasche. Setzt sich mir gegenüber, legt seine schwarze Laptoptasche quer auf seine Knie, öffnet sie und zieht ein Laptop aus der Tasche. Nein, kein normales WeißDerGeierWas-Gerät – sondern ein 15 Zoll MacBook Pro mit Retina Display. Öffnet es und fängt an, Eingaben zu machen. Hat meine Neugier geweckt. Definitiv. Hoffentlich, dachte ich, fährt der noch weiter und ich kann gleich an der Tür stehend von hinten einen Blick auf seinen Bildschirm werfen…

Doch, er hat mir den Gefallen getan. Und meinen Tag, wenn auch nicht gerettet, so doch fast unangreifbar gemacht. Er ist sitzen geblieben während ich zum Aussteigen mich an die Tür hinter ihm bewegte. Und so konnte ich sehen, was sich auf seinem Bildschirm so abspielte und worin er so vertieft war. Offensichtlich hatte er Parallels installiert, eine Virtualisierungssoftware und hatte damit ein älteres Windows auf seinem Rechner virtualisiert. Die Titelleiste des Fensters im Vordergund und die Form der Schaltflächen zum Maximieren und Schließen waren etwas aus der Zeit vor Windows XP. Und in dem Fenster lief – Solitär.

Doch, der Tag war gerettet. Das konnte durch nichts mehr übertroffen werden. Ich hätte laut loslachen können, hätte mich auf dem Boden wälzen mögen und ging richtig gut gelaunt dann von der Haltestelle zur Arbeit.